Am Dienstag, den 20. Januar 2026, führte die Ortsfeuerwehr Worpswede im Rahmen des regulären Ausbildungsdienstes eine Erste-Hilfe-Auffrischung durch. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR) sowie dem sicheren und abgestimmten Zusammenspiel der eingesetzten Einsatzmittel.
Im Mittelpunkt stand insbesondere die Reanimation im Team – bestehend aus Herz-Druckmassage, Beatmung mit dem Ambu-Beutel sowie dem Einsatz des automatisierten externen Defibrillators (AED). Dabei wurde auch gezielt das regelmäßige Auswechseln der Einsatzkräfte bei der Herzdruckmassage geübt. Da diese Tätigkeit sehr kräfteraubend ist, müssen die Helfer während einer Reanimation in kurzen Abständen abgelöst werden, um eine gleichbleibend hohe Qualität der Wiederbelebungsmaßnahmen sicherzustellen.
Ebenso wurde großer Wert auf eine klare und eindeutige Verständigung innerhalb des Reanimationsteams gelegt. Klare Kommandos, eindeutige Absprachen und ein strukturierter Ablauf sind entscheidend, damit alle Maßnahmen reibungslos ineinandergreifen und keine wertvolle Zeit verloren geht. Auch dieses Zusammenspiel muss regelmäßig trainiert werden, um im Ernstfall sicher zu funktionieren.
Um eine möglichst realitätsnahe Ausbildung zu gewährleisten, wurden mehrere praxisorientierte Ausbildungsstationen eingerichtet.
An einer weiteren Station wurde die patientengerechte Umlagerung bei Verdacht auf ein Wirbelsäulentrauma geübt. Dabei ging es um das achsengerechte Aufbringen einer verletzten Person auf ein Spineboard sowie das anschließende fachgerechte Sichern mit der sogenannten „Spinne“.
Die „Spinne“ ist ein spezielles Gurtsystem mit mehreren verstellbaren Riemen, das über Brust, Becken und Beine der betroffenen Person gelegt wird. Sie dient dazu, den Patienten sicher und fest auf dem Spineboard zu fixieren, um ungewollte Bewegungen während des Transports zu verhindern und mögliche weitere Verletzungen der Wirbelsäule zu vermeiden.
Ein weiterer Ausbildungsabschnitt befasste sich mit dem Umgang mit dem Tragetuch und dessen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Hier konnten unterschiedliche Transportvarianten praktisch geübt werden – im Sitzen oder im Liegen sowie mit zwei, drei, vier oder sogar sechs Einsatzkräften.
Darüber hinaus wurde an einer Station trainiert, wie eine bewusstlose Person auf einer Krankentrage in die stabile Seitenlage gebracht werden kann. Diese Maßnahme kann situationsbedingt erforderlich sein, um einen sicheren Transport zu gewährleisten.
Insgesamt handelte es sich um eine sehr praxisnahe und lehrreiche Ausbildung, die allen Teilnehmenden wichtige Grundlagen wieder ins Gedächtnis gerufen und die Handlungssicherheit im Einsatzfall weiter gestärkt hat.
Die Ortsfeuerwehr Worpswede wurde in der Vergangenheit bereits zu First-Responder-Einsätzen alarmiert, bei denen schnelle Hilfe und sofortige lebensrettende Maßnahmen erforderlich waren. Darüber hinaus kam es auch bei Einsätzen zur Türnotöffnung wiederholt vor, dass sich während des laufenden Einsatzes plötzlich eine reanimationsbedürftige Lage ergab und umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden mussten.
Gerade vor diesem Hintergrund ist eine regelmäßige, realitätsnahe Erste-Hilfe-Ausbildung ein unverzichtbarer Bestandteil der Feuerwehrarbeit