Am Freitag, den 6. Februar, fand die jährliche Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Worpswede statt. An der Versammlung nahmen knapp 60 Personen aus der aktiven Einsatzabteilung, der Altersabteilung, der Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie aus unterstützenden Fachbereichen wie IT und Medien teil.
Neben unserem Bürgermeister durften wir auch die Ortsvorsteherin, den Kreisbrandmeister, sowie den stellv. Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes und den Gemeindebrandmeister als Gäste begrüßen. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung der Arbeit unserer Ortsfeuerwehr und die enge Verbundenheit mit Gemeinde und Feuerwehrführung.
Zu Beginn der Versammlung wurde in einer Schweigeminute der drei Kameraden gedacht, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Besonders gedachten wir dabei unseres geschätzten ehemaligen Ortsbrandmeisters Uwe Kück, der noch während seiner aktiven Dienstzeit verstorben ist. Sein langjähriges Engagement, seine Kameradschaft und sein unermüdlicher Einsatz für die Ortsfeuerwehr Worpswede werden uns stets in ehrender Erinnerung bleiben.
Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung wurde umfassend über das vergangene Jahr berichtet. Zum Jahresende 2025 zählte die Ortsfeuerwehr Worpswede 60 aktive Mitglieder – Männer und Frauen – in der Einsatzabteilung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 51 Einsätze abgearbeitet, die rund 815 Personalstunden beanspruchten. Die Einsätze stellen jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten ehrenamtlichen Leistung dar: Über das gesamte Jahr hinweg wurden insgesamt 7.849 Personalstunden geleistet.
Rechnet man diese Stunden mit dem aktuellen Mindestlohn gegen, ergibt sich ein theoretischer Gegenwert von rund 1.520.000 Euro. Die Ortsfeuerwehr Worpswede ist dabei 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche bereit, diese Leistungen ehrenamtlich und ohne Entgelt für die Sicherheit der Bevölkerung zu erbringen. Zu den regulären 20 Ausbildungsdiensten nach Dienstplan kamen im Jahr 2025 zusätzlich 177 Sonderdienste hinzu, um den laufenden Betrieb sowie die Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Aufgrund der Neufassung der niedersächsischen Feuerwehrverordnung und der Anpassung der Dienstränge an die niedersächsische Berufsfeuerwehr wurden bei zahlreichen Mitgliedern Beförderungen vorgenommen. Zudem erhielten mehrere Kameraden das Hochwasser-Ehrenzeichen für ihren Einsatz während der Flutkatastrophe in Lilienthal zum Jahreswechsel 2023/2024. Jens Wendelken wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der Ortsfeuerwehr Worpswede mit dem entsprechenden Ehrenzeichen ausgezeichnet.
In den Ansprachen der Ehrengäste betonte der Bürgermeister, dass der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus spätestens bis Ende Oktober erfolgen soll. Haushaltsmittel in Höhe von rund 3 Millionen Euro für den Neubau seien bereits gesichert. Darüber hinaus ist die Anschaffung eines Gerätewagens Hygiene (GW Hygiene) geplant. Für dieses Fahrzeug stellt das niedersächsische Innenministerium die erforderlichen 450.000 Euro aus dem Bedarfszuweisungsfonds für kommunale Investitionen im Bereich Brandschutz bereit.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung haben die Kameradinnen und Kameraden den Abend in geselliger Runde ausklingen lassen und bei netten Gesprächen den kameradschaftlichen Austausch gepflegt.