Gemeinsame Einsatzübung mit der Jugendfeuerwehr zum Abschluss vor der Sommerpause

Am 30. Juni führte die Ortsfeuerwehr Worpswede gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr eine realitätsnahe Einsatzübung im Ort durch. Angenommen wurde eine Rauchentwicklung in einer Scheune auf einem Privatgrundstück. Zusätzlich galten mehrere Personen als vermisst, dargestellt durch realitätsnahe Übungspuppen.

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Auf dem Übungsgrundstück befindet sich ein See, der als Wasserentnahmestelle genutzt werden sollte. Parallel zum Löschangriff an der Scheune musste eine Riegelstellung zwischen dem Brandobjekt und dem angrenzenden Wohnhaus aufgebaut werden, um eine mögliche Brandausbreitung zu verhindern. Diese wichtige Schutzmaßnahme wurde über die Drehleiter umgesetzt.

Für die Maschinisten und Einheitsführer bedeutete dies eine anspruchsvolle Aufgabe: Sowohl die Drehleiter als auch das Löschfahrzeug mussten aus derselben Wasserentnahmestelle zuverlässig versorgt werden, benötigten dabei jedoch unterschiedliche Eingangsdruckverhältnisse. Die erforderliche Wasserförderung und Druckverteilung wurde umsichtig koordiniert und funktionierte im weiteren Übungsverlauf zuverlässig.

Gemischte Trupps aus Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr arbeiteten dabei eng zusammen. Zunächst wurde der notwendige Löschangriff aufgebaut, damit der unter Atemschutz vorgehende Trupp für seinen Eigenschutz eine gesicherte Angriffsleitung zur Verfügung hatte. Anschließend begann die Suche nach den vermissten Personen in der Scheune. Alle dargestellten Personen konnten im Verlauf des Übungsszenarios zügig gefunden und gerettet werden.

Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig abgestimmte Abläufe, eine sichere Wasserversorgung und eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr sind. Besonders die Einbindung der Jugendfeuerwehr bot den Nachwuchskräften die Möglichkeit, Einsatzabläufe unter realitätsnahen Bedingungen kennenzulernen und gemeinsam mit den aktiven Kameradinnen und Kameraden zu trainieren.

Auch das Wetter spielte letztlich mit. Zwischenzeitlich deutete sich zwar ein aufziehendes Gewitter an, was die Übung erheblich beeinflusst hätte. Bei Gewitter darf die Drehleiter aus Sicherheitsgründen nicht betrieben werden, obwohl sie in diesem Szenario eine Schlüsselrolle bei der Riegelstellung einnahm. Glücklicherweise blieb es trocken, sodass alle vorgesehenen Übungsziele erreicht werden konnten.

Mit dieser Einsatzübung endeten die Ausbildungsdienste vor der Sommerpause. Im Anschluss kamen Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr am Feuerwehrhaus zusammen, wo der Grill angeheizt wurde und bei einem Kaltgetränk noch über Feuerwehrthemen und das ein oder andere private Thema gesprochen werden konnte.